Ji, Han Jae

Großmeister Ji, Han Jae wurde 1936 in Andong, Südkorea geboren und gilt als Begründer des modernen
Hap Ki Do
.
Ji begann im Alter von 13 Jahren sein Training bei Choi, Yong Sool und galt dort bald als sein Meisterschüler. Ji´s Entwicklung beschleunigte sich unter der Führung eines Taoistischen Mönches namens Lee.
Dieser unterrichtete Ji im Gebrauch verschiedener Waffen (Kurz- und Langstock), koreanischer
Fuss-Technik-Methoden und der Entwicklung von Ki-Energie und innerer Stärke. Während dieser Zeit
wurde er auch von einer buddhistischen Nonne in Meditation unterrichtet.

In den späten 50er Jahren begann Großmeister Ji den Stil von Choi, Yong Sool mit den erlernten
physischen und mentalen Techniken zu vereinen. Mit 23 Jahren eröffnete er sein erstes Dojang  (Kampfsportschule) in Andong und begann
Hap Ki Do zu unterrichten.
Kurze Zeit später verlegte Großmeister Ji seine Schule nach Seoul, die Hauptstadt Südkoreas.

Ab 1966 Leibwächter des Präsidenten Südkoreas General Park Chung Hee, avancierte er zum Ausbilder dessen Leibwache, die ca. 300 Mann betrug. Außerdem bildete Großmeister Ji die koreanische Polizei,
die Militärakademie sowie die Korean-Special-Forces aus.

Im Jahre 1969 kam Großmeister Ji als Teilnehmer eines Informations-Austauschprogramms zwischen der koreanischen Regierung und dem US-amerikanischen Pentagon in die USA, wo er die Leibwächter des damaligen US-Präsidenten Nixon, F.B.I.-Agenten sowie Agenten des O.S.I
(Office of Special Investigation Personnel) ausbildete. Während dieses USA-Aufenthaltes lernte er auch Bruce Lee kennen, der von 
Hap Ki Do so beeindruckt war, dass er bei diesem Unterricht nahm.


( Ji wirkte in dessen Film "Game of death /Mein letzter Kampf" mit.)

Im Jahre 1984 eröffnete er eine Hap Ki Do-Schule in San Francisco, in der er neben der reinen
Kampfkunst auch die alten erlernten mentalen Techniken unterrichtete. Auf Gund der Tatsache, dass

Hap Ki Do
nie einer straffen Organisation unterlag, bildeten sich im Laufe der Zeit viele unterschiedliche gleichwertige Stilrichtungen heraus.

 "Der Baum wird erst durch die vielen Äste schön."